Die Marathonreisen des Marathon-Team Ketsch begannen 2006 mit der spektakulären Reise nach New York und nun reiste das Team zu seinem zwanzigsten Geburtstag in die griechische Hauptstadt Athen zur "Mutter aller Marathonläufe" - THE AUTHENTIC!
Aus seiner alten Heimat reiste Rudolf Pongs nach Ketsch, wo er und seine Frau Ingrid lange gewohnt haben und auch im Vorstand des Vereins positive Akzente setzen konnten. Paul Körperich kam aus Luxemburg und der laufende Fahrlehrer Christian Keller aus Worms zeigte wie immer Präsenz bei den Marathonreisen, "zum Trainieren habe ich eigentlich keine Zeit", diese Aussage ist nachvollziehbar. Doris und Thomas Zimmermann waren schon Wochen vorher mit dem Wohnmobil verreist und nutzten die frühe Anreise zum Akklimatisieren und machten sich mit der Marathonstrecke bekannt.
Via Bus und Flugzeug ging es für die 29 Sportler und fünf Begleitpersonen in die griechische Metropole, mit der METRO führte die Route auf 18 Stationen direkt unter das Hotel "The Stanley" mitten in der Altstadt, wo zwei Reiseleiter von Schulz-Reisen Begrüßungsgetränke im Dachgeschoss vorbereitet hatten. Von dort aus hatten alle eine atemberaubende Aussicht auf die beleuchtete Akropolis und nach dem Erhalt der Startnummern ging es weiter in eine nahegelegene traditionelle Taverne zum Abendessen, der erste Sirtaki wurde gesichtet.
Am Samstag begleitete ein Guide die Touries durch Parks in die historische Altstadt, welche einen umfangreichen Abriss über Land, Leute, Kultur, Geschichte und Botanik erhielten. Auf eigene Faust erkundeten sie das Weltkulturerbe, die Akropolis.
Danach stand schon die 5 km Distanz für einige auf der Tagesordnung, am zentral gelegenen SYNTAGMA-Platz war der Start, der Zieleinlauf im altehrwürdigen Panathinaiko-Olympiastadion nach der Amalias Avenue.
Petra und Jürgen Hartbauer, Juliane Karrer, Claudia und Michael Vreden und Georg Kahl finishten zwischen 41:06 und 51:09 Minuten und kehrten stolz mit umgehängten Medaillen zum Team zurück.
Der Sonntag begann für die 13 Marathonis des MTK sehr früh, um 6 Uhr gingen sie zur METRO und anschließend in den Bus zum Startort Marathon. Sie lernten die Strecke aus dieser Optik in umgekehrter Reihenfolge kennen. Für Jeden und Jede war klar, dass aufgrund der 500 Meter Höhendifferenz ein Vergleich mit heimischen Marathons, was die Zeit angeht, absolut nicht möglich war. Zunächst ging es etwa 4 km leicht bergab, danach verlief der ausschießliche Straßenkurs auf Asphalt vorbei an kargen Landschaften und Industriegebieten, in denen jeder Sportler seine Motivation in sich selbst finden musste. Zwischendurch bevölkerten Einheimische die Strecke und feuerten alle an, Musikgruppen sorgten ebenfalls für eine tolle Stimmung. Nach einer ebenen Passage folgten Herausforderungen mit fast ständigen Steigungen in der intensivsten Phase bis km 20. Bis km 31 windet sich die Strecke leicht nach oben. Danach kann, wer noch bei Kräften ist, etwas powern und bis ins Ziel im Olympiastadion durchstarten. Durch die Stadt wurde die Karawane von begeisterten Fans angefeuert und auf den letzten 170 Metern im Olympiastadion sah man LäuferInnen mit letzter Kraft finishen, um vielleicht noch den ein oder den anderen "Konkurrenten" zu überholen, andere ließen es mit gezeichneter Muskulatur gemütlich angehen und feierten überschwänglich oder innerlich das Ziel unzählbarer Laufkilometer in der Vorbereitungszeit. Nach dem Umhängen der Medaillen waren sie alle zum einen am Ende, zum anderen überglücklich und nicht wenige genossen diese Minuten des Loslassens und Alleinseins auf dem Rücken liegend im Stadion oder in dessen Nähe mit ihren Angehörigen. Die MTK-ler finishten mit insgesamt 19112 Teilnehmern zwischen 4:06:54 und 6:25:49 Stunden und waren alle trotz erkennbar schwerem und schrägen Gang sehr zufrieden. Der ein oder die andere kündigten beim abendlichen Bankett nach dem Relaxen ihren Rücktritt vom Marathonlauf an, einen Tag später hieß es dann aber schon wieder optimistisch "nach dem Lauf ist vor dem Lauf", hier dürfte das letzte Wörtchen noch nicht gesprochen sein.
Parallel zum Marathon, aber zu einer angenehmeren Startzeit , beteiligten sich zehn Ketscher an der 10 KM-Distanz. Sie liefen im Stadion mit Zeiten zwischen 56:18 Minuten und einer Stunde und 46 Minuten über die Ziellinie.
Alle trafen sich beim Abendessen zum Feiern in einer urigen Taverne, es gab viel zu bereden.
Als Besonderheit hatte das MTK einen Verlängerungstag mit einer Bootsfahrt zu den Saronischen Inseln Aegina, Hydra und Poros gebucht. Witterungsbedingt fiel der Besuch einer Insel regelrecht ins Wasser, auf der zweiten flüchteten die Ausflügler zwischen den Regentropfen in eine Taverne und warteten auf die Abfahrt des Boots, Poros konnte trockenen Fusses im Schnelldurchgang und mit einem Eis in der Hand erkundet werden.
Am Abschlussabend trafen sich alle nochmals im Dachgeschoss des "THE STANLEY" und ließen die Reise ausklingen, sie schwärmten von "fünf schönen und tollen Tagen, die in Erinnerung bleiben", "wundervolle Reise", "Tschüss Athen", "es macht einfach immer nur Spass, mit dem MTK-Team unterwegs zu sein". "Der Lauf von Marathon nach Athen auf der historischen Strecke muss jetzt erst mal nachwirken", "Gänsehaut beim Zieleinlauf, tolle Gemeinschaft", "bin noch mit der Verarbeitung" beschäftigt", "Dank an die Organisatoren", "viele Emotionen mit bleibenden Erinnerungen", "auch ich bin als Begleitperson einen Halbmarathon in Athen gelaufen"....
Nach einem ruhigen Flug am letzten Tag gratulierte Gabi Kief im Bus vor der TSG abschließend allen Sportlern zu ihren Leistungen und betonte auch ausdrücklich die Begleitpersonen, die an der Strecke dabei waren und wertvolle Unterstützung leisteten.
Sie vergass auch nicht die Sponsoren und insbesondere Martina Teske, die im Vorfeld die selbst hergestellten netten kleinen Eulen an Frau und Mann gebracht hatte.
Bei der Jahresabschlussfeier gibt es nochmals die Gelegenheit, ausführlich diese Reise Revue passieren zu lassen und auch, einen Sirtaki zu tanzen, auch wenn die Marathonis da nicht so leicht aus den Sitzen zu bewegen sind.
Georg Kahl










